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Volzum
Meridianerland - Wissenschaft und Menschheit
Listinus Toplisten
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Erstmals wurde der Ort urkundlich im Jahre 1153 als Volkessem erwähnt.  Danach folgten viele Namensgeungen. Volkxhem und Volkhem  - 1192 Volcsem – 1226 Volksum – 1344 Voxum – 1345 Volsem – 1378 Der Name Volzum kommt aus dem althochdeutschen Wort folc und bedeutet Volk, die Endung um bedeutet Heim, Haus. Eine andere Deutung des Ortsnamens besagt, dass es sich um das Heim eines Folki handele. Volzum, ein Kirchdorf und eine Tochter von Apelnstedt, besaß im 18. Jahrhundert neben der Kirche das Pfarrwitwenhaus, 1 Schule, 3 Ackerhöfe,   6 Köthöfe und 7 Halbspännerhöfe. Mit 18 Feuerstellen bei 101 Einwohnern war Volzum ein recht kleines Bauerndorf. Die Schäferei und das Krugrecht gehörten der Gemeinde. Im 12. und 13. Jahrhundert musste die Bevölkerung unter dem Raubrittertum leiden, 1373 wurde der Ort durch eine wüste Schlacht der Braunschweiger und der Magdeburger bei Hachum in Mitleidenschaft gezogen. Kaum war nach dem 30-jährigen Krieg der Frieden wiederhergestellt, starben im Jahre 1693 innerhalb von drei Monaten 19 Menschen an einer Seuche. Im Unterschied zu den umliegenden Dörfern war Volzum über Jahrhunderte von Armut gezeichnet. Dies änderte sich erst im 19. Jahrhundert mit der Erschließung fruchtbaren Ackerlandes. Nordwestlich des Dorfes liegt das  sagenumwobene Flurstück "Königskirchhof" und östlich eine steile Anhöhe, der "Hochberg" – bei beiden wird ein   vorgeschichtlicher  Grabhügel vermutet. Auf dem Königskirchhof soll ein germanischer König im Schmuck seiner Waffen und auf seinem Ross sitzend, begraben worden sein. 1974 kam der Ort zur Samtgemeinde Sickte. Er zählt heute 416 Einwohner Die ev.-luth. Kirche ist ein romanischer Bau, der Turm ist mit dem gerade schließenden Schiff bündig. Der Turm, der keine Spuren eines früheren Eingangs zeigt, hat an Nord- und Südseite schießschartenähnliche Öffnungen, oben je eine rundbogige Schallöffnung und je zwei weitere an West- und Ostseite. Er wird daher früher auch als Zufluchtsort und Wehrturm gedient haben. Im dreißigjährigen Krieg wurde die Kirche schwer heimgesucht. So wird berichtet, dass 1646 die Tür der Kirche zertrümmert und alles geraubt wurde, selbst der Abendmahlskelch, worüber der Pastor  besonders empört war. Volzum Volzum