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(C) der Webseite 2009-2014 by Renate Voigt Willkommen auf    www.hachum.net Evessen  Evessen liegt am südwestlichen Rande des Elms mit Blick zur Asse  und bei klarem Wetter  über das Harzvorland bis zum Brocken. Der Ort  hat ca. 1400 Einwohner.  Der Ort liegt an der alten Heerstraße  von Braunschweig nach  Magdeburg und wurde  urkundlich  zwischen 952 und 965 als  Curtis  Hebesheim das erste Mal erwähnt.  Im Jahre 1344 wurde aus  Hebesheim Evessem und seit 1361 Evessen.  Um 1800 gab es  neben zahleichen landwirtschaftlichen Höfen auch  zwei Wassermühlen, eine Ölmühle, eine  Walkmühle sowie eine  Papiermühle.   Die romanische Wehrkirche  aus Elmkalkstein und Erkeroder  Trochitenkalk  wurde vermutlich  auf einer befestigten Wehranlage  erbaut. Die Aufstockung des Turmes erfolgte im Jahre 1200  und  ungefähr 100 Jahre später die Einwölbung des Chores, der  Choranbau um 1500.  Wandgemälde über die zehn Gebote mit  niederdeutschen Spruchbändern  entstanden im 16.  Jahrhundert.   Zwei Gemälde sind bis heute erhalten. Eins davon warnt die  Menschen vor  unmäßigem Kartenspiel leichtfertigen Schwüren und  unziemlichen Reden. Auch das Kreuz  über dem Altar ist  beeindruckend.  Alte Grabsteine an der äußeren Kirchenmauer wirken  mit  ihren Inschriften wie ein aufgeschlagenes Geschichtsbuch. Sagen und Legenden ranken sich um das Wahrzeichen von  Evessen  den Tumulus.  Ein Riese sei vom Elm dahergekommen, mit dicken Kluten an  den  Stiefeln. Er riss einen Baum aus, um die Sohlen von  den  Kluten zu säubern. Den Lindenbaum steckte er  in einen der  Erdklumpen. Das ist nun der Hügel mit  der dicken Linde  obenauf. Hinter vorgehaltener Hand flüstern sich die Frauen  zu: Wenn  du einen Nagel auf deinen kranken Zahn  legst und dann in  den Baum schlägst, vergehen die  Schmerzen.     Der Tumulus wird auch für ein Fürstengrab gehalten, das aus der  frühen Bronzezeit – 1600 bis 1800 vor Christi Geburt – oder sogar aus  der Jungsteinzeit 200 bis 4000 v. Chr. stammen  kann. Das Alter der Linde auf dem Hügel wird auf mehr als 800 Jahre  geschätzt. 1944 wurde der  Baum zum Naturdenkmal erklärt.    Bewiesen ist das unter der Linde auf dem Hügel das Vogteigericht  Recht sprach. 1347 schon  wurden in den Rechnungen des  Braunschweiger Domstiftes die Evesser  Gerichtsverhandlungen  erwähnt. Erst 1808 wurde das Gericht durch König Julius aufgehoben.   Im Venturinus Buch über das Herzogtum  Braunschweig heißt es 1826  – der Baum;  worunter das Vogteigericht gehalten wurde,  ist noch zu  sehen.  Die Siedlung Evessen – das Obstbaugebiet  – am Südhang des Elms  sollte man im  Frühjahr besuchen. Die Landschaft ist dann  ein einziges  Blütenmeer: Zwei Parkplätze  liegen direkt am Waldrand mit   ausgewiesenen Wanderwegen für den  Naturpark Elm.   
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