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Erkerode
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Erkerode Erkerode Erkerode an der Wabe ist das westliche Eingangstor in das Reitlingstal, in den schönsten Bereich des Elms.Im Jahr 1175 wurde der Ort erstmalig unter dem Namen Erikeroth urkundlich erwähnt  – 1178 Erikerode und 1267 Erkerode. Das Dorf zählte lange zum adligen Gericht Destedt und war seit dem 12. Jahrhundert im Besitz derer von Veltheim. Das Dorfbild wird auch heute noch von Bauernhöfen der mittelalterlichen Typen „Haken- und Streckhof“ bestimmt. Vereinzelt findet man den Dreiseithof, der auch als „Erkeroder Typ“ bezeichnet wird. Die Kirche St. Petri wurde im 14. Jahrhundert im romanischen Stil errichtet. Ausgestattet ist sie mit einer Orgel des Orgelbauers Johann Christoph Zuberbier aus dem Jahre 1747. Die Kirche, Mauern und zahlreiche steinerne Haussockel bestehen aus dem  Naturstein „Erkeroder Trochitenkalk“. Dieser Kalkstein ist auf die Umgebung von Erkerode begrenzt. Er entstand aus Ablagerungen abgestorbener Seelilien im warmen bewegten Flachwasser. 1869 gründete der Pfarrer Gustav Stutzer aus Erkerode, die Braunschweiger Bürgerin Luise Löbbecke und der Arzt Oswald Berkhan die „Idioten-Anstalt zu Erkerode“. Sie sollte kranken und behinderten Menschen eine Heimat bieten. Das frühere Pfarrwitwenhaus, in dem diese Anstalt entstand, wurde später als Dorfschule genutzt. In  den 80er Jahren wurde  es als Dorfgemeinschaftshaus umgebaut. Kurze Zeit später  wurde zwischen  Lucklum und Sickte – 4 km vom Gründungsort entfernt – die noch heute überregional bekannte „Evangelische Stiftung Neuerkerode gebaut. Sie ist heute mit ca. 900 Beschäftigten der größte Arbeitgeber im Landkreis Wolfenbüttel. Oberhalb des Ortes am Elmrand wurde 1902 die Gaststätte „Elmwarte“ gebaut. Sie entwickelte sich zu eine beliebten Ausflugslokal.  Der Anlass für die Errichtung des Lokals war der Bau der Braunschweig-Schöninger-Eisenbahn. Die Privatbahn die zwischen Braunschweig und Schöningen verkehrte und in Lucklum einen Bahnhof hatte, beförderte auch viele Sommerfrischler in den Elm. Es war ein beliebter Aussichtspunkt (200 m)  von dem man einen  Blick weit in Richtung Westen (Braunschweig) und in Richtung Süden bis zum Harz und bei guten Wetterbedingungen bis zum Brocken  hatte. Heute wird die ehemalige Gaststätte als Wohnhaus genutzt. Zwischen dem Ortskern und der Elmwarte wurden zwischen den Jahren 1950 bis 1960 viele Wochenendhäuser gebaut. Wegen der Nähe der Zonengrenze wurden die Häuser von vielen Berlinern genutzt. Auch Braunschweiger Rechtsanwälte, Steuerberater usw. bauten dort ihre Bungalows als Dauerwohnsitz. Viele Einfamilienhäuser entstanden in der 50er Jahren an den Rändern des Ortskernes. Sie wurden von Heimatvertriebenen und Umsiedlern gebaut. Am jährlichen Deutschen Mühlentag am Pfingstmontag findet auf dem Hof der Wassermühle ein Mühlenfest statt. Sie ist eine von ehemals vielen Wassermühlen entlang der Wabe und heute noch im Betrieb. Sie kann an diesem ‚Tag besichtigt werden und ist regional einzigartig.  An diesem Tag kann der Euro in die Ersatzwährung „Elmtaler“ umgetauscht werden. Der Taler ist eine kleine Holzmünze mit der Abbildung eines Mühlenrades und kann maximal bis zu einem Viertel – 25 Cent entsprechend – geteilt werden. Ein Wappen erhielt die Gemeinde 1985. Es zeigt einen Ammoniten im rechten Feld der auf die früheren Kalksteinbrüche am Rande des Elms hinweist. Das Wasserrad im linken Feld erinnert an einstmals vorhandene Wassermühlen an der Wabe. Das Kreuz im unteren Feld symbolisiert die Kommende des Deutschen Ritterordens im Gemeindeteil Lucklum. Seit der Gebietsreform 1974 ist die Gemeinde Erkerode mit Ortsteil Lucklum ein Mitglied der Samtgemeinde Sickte und gehört zum Landkreis Wolfenbüttel.